Was haben Aurelius und Wirecard gemeinsam?

Nachdem ich schon etwas länger Aurelius im Blick hatte, habe ich den Sturz der Aktie Ende März diesen Jahres aufmerksam verfolgt, nachdem das Unternehmen Ziel einer Short-Attacke der Investmentgesellschaft Gotham City geworden war. Die Aktie stürzte danach ab von über 66 auf 35 Euro, halbierte sich also fast im Preis. Für mich erschien dies damals als gute Einstiegsgelegenheit, die ich nach etwas abwarten und Recherchen über die Stichhaltigkeit der Argumente von Gotham City auch wahrgenommen habe. Nun ist der Kurs bereits wieder über 57 Euro geklettert – gestützt durch u.A. ein Aktienrückkaufprogramm. Auch wenn mir als langfristigem Anleger dieser schnelle Rebound nicht besonders wichtig ist, mir erscheint Aurelius vielmehr als ordentliches Investment, zeigt er dennoch, dass „Short-Attacken“ eine interessante Einstiegsgelegenheit bieten können: Dann kaufen, wenn alle anderen Angst haben, ist nicht umsonst einer der wichtigsten Ratschläge von Warren Buffett. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich bereits mit Wirecard gemacht, so dass mir der Einstieg bei Aurelius um so leichter viel. Im Februar 2016 war die Aktie von Wirecard Ziel einer Short-Attacke einer Gesellschaft namens Zatarra gewesen, die niemand so recht zuordnen konnte, aber ein Kursziel von 0 Euro ausrief. Der Kurs brach um ca. 25 % auf 35 Euro ein – und steht nun bei etwas 78 Euro. Einmal mehr zeigt sich für mich, dass man sich als Anleger sich auf nichts anderes konzentrieren sollte als auf vielversprechende Unternehmen, vor allem den Zahlen und Management, und den Rest sich selbst überlassen sollte. Wenn man dann noch einen guten Preis bekommt, kann sich der Einstieg mehr als lohnen. Insofern sollte man Short-Attacken, wenn sie auch schädlich sind, zumindest als Anleger auch als Chance sehen.

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