Social Trading

Das Social Trading eröffnet die Möglichkeit, auf die wenigen erfolgreichen bzw. sogar auf die überdurchschnittlich erfolgreichen Trader zu setzen, indem man deren Positionen einfach nachkauft. Hierzu gibt es zwei verschiedene Modelle: Das erste Modell ist das Modell Wikifolio. Hierbei kaufen Sie nicht die einzelnen Trades nach, sondern ein Wikifolio funktioniert grundsätzlich wie ein ETF – es handelt sich um mit einer eigenen Wertpapierkennnummer ausgestattete Zertifikate. Wenn man so will, ein Zertifikat auf ein individuelles Depot aus Stockpicks.

Die Anteile an dem Wikifolio werden verbrieft und können schon zu Beträgen von 100 Euro gehandelt werden. Da sämtliche Trades vollständig transparent abgewickelt werden, kann man sich jederzeit einen Einblick über die Verwaltung und die Performance des Wikifolios verschaffen. Beachtung sollten Sie allerdings der Tatsache schenken, dass bei Wikifolio keine Profis, sondern Private unterwegs sind. Daher hat – wie beim Social Trading allgemein – eine herausragende Bedeutung, welche Historie die Trader aufweisen. Aus meiner Sicht sollte man sein Geld nur Menschen anvertrauen, die langfristig konstant, also durch mindestens einen Konjunkturzyklus hindurch, erfolgreich waren.

Vor allen anderen seriösen Tradern, die ihre Wikifolios veröffentlichen, muss man den Hut ziehen. Die Tatsache, dass der Verdienst nicht so groß ist, mahnt aber natürlich zur Vorsicht. Man sollte sich unbedingt anschauen, wie lange die Wikifolios schon bestehen und ob es wirklich Können und nicht Glück ist – Sie wissen schon, den Markt schlagen unter 10% der aktiven Trader! Für diejenigen, die das langfristig schaffen, ist es immerhin kein Mehraufwand, für die Ihnen gezahlten Performance-Provisionen Ihre schon bisher erfolgreichen Depots zu veröffentlichen.

Das zweite Modell ist das bei Ayondo und eToro, zwei der größten Anbieter, praktizierte Modell. Bei diesen Anbietern können einzelne Trades verschiedener Anlageklassen nachgebildet werden. Das heißt, indem Sie einem einzelnen Trader folgen, tätigen Sie alle Käufe, die der jeweilige Trader tätigt. Knackpunkt bei den Nachkäufen ist die Slippage, das heißt das Risiko, dass Ihr Kaufkurs nicht der gleiche Kaufkurs ist, wie der des Traders. Denn es soll immer zu einer wenngleich geringen, so doch mitunter nicht unerheblichen zeitlichen Verzögerung zwischen den ersten Trades und den Nachtrades. Wie stark sich dies auswirkt, hängt von dem jeweiligen Markt ab – sehr liquide ist der Forex-Markt, also der Devisenhandel. Das Gute bei den vorgenannten Anbietern ist, dass diese auch Demokonten mit fiktivem Kapital ermöglichen, so dass man sich hier ausprobieren kann, bevor man echtes Geld einzahlt.

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