Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Die für Sie als Aktionär wichtigste Kennzahl ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Im angelsächsischen Sprachraum wird Ihnen dieses auch als Price-Earnings-Ratio (P/E oder PER) begegnen. Diese Kennzahl setzt den Aktienkurs in Ver-hältnis zu den Gewinnen des Unternehmens.
Anhand des KGV können Sie ersehen, wie teuer die Aktie der-zeit ist. Zum Beispiel: Wenn ein Unternehmen ein KGV von 7 hat, ein sehr ordentliches KGV, dann bedeutet dies, dass auf eine Aktie das Siebenfache an Unternehmensgewinn entfällt. Oder anders formuliert: der siebenfache Gewinn des Unter-nehmens ist im Aktienkurs enthalten bzw. eingepreist.
Je höher das KGV oder die P/E-Ratio wird, desto sportlicher ist die Bewertung des Unternehmens. Je höher die Kennzahlen sind, desto teurer ist die Aktie. Welches KGV ist nun ideal? Wenn es hierfür eine allgemeingültige Zahl gäbe, wäre es zu einfach, denn viele weitere Faktoren spielen neben dem KGV eine Rolle. Das KGV ist für mich eigentlich eher ein Kon-traindikator oder eine Kontrollzahl: wenn es zu hoch ist, ist die Aktie uninteressant, weil dann schon zukünftige Gewinne, also Erwartungen, in hohem Maße eingepreist sind.
Es gibt Unternehmen mit hohen negativen KGV, die Verluste pro Aktie machen und dennoch heiß begehrt sind, das Unter-nehmen Tesla etwa. Grund ist meistens, dass es sich dann um Wachstumsunternehmen (auch Growth-Titel genannt) handelt, die viel Geld in die Hand nehmen müssen, um profitabel zu werden.

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