Finanzbildung: „Einfach Investieren“ von Till Schwalm ist ein gutes weiterführendes Buch zum Value-Investing

Die Aktionärskultur in Deutschland scheint derzeit einen zaghaften Wandel zu erleben. Das notorische Mahnen vieler Finanzmarktexperten vor renditearmen Anlageformen wie Sparbücher und Tagesgeld scheint langsam Früchte zu tragen. Zuletzt berichtete die FAZ, in Deutschland gebe es so viele Aktionäre wie seit 2003 nicht mehr.

Gute Nachrichten – aber Finanzbildung fehlt weiterhin

Dies ist zunächst eine sehr gute Nachricht, weil sie darauf hindeutet, dass immer mehr Privatanleger die Chancen der Börse erkennen. Mit 4,9 Millionen Aktionären ab dem Alter von 14 Jahren besaßen 540.000 mehr Menschen in Deutschland Aktien, als noch 2016, so die FAZ. Fraglich ist allerdings, ob die steigende Zahl der Aktionäre auf ein Umdenken in Finanzfragen und zunehmende Finanzbildung zurückgeht, oder ob die Börse wegen der letzten starken Jahre immer mehr Menschen anzieht. Denn insbesondere im Jahr 2017 war es fast nicht möglich, keine Rendite an den großen Märkten zu erzielen. Falls es zu einer größeren Korrektur kommt, wird dann die Enttäuschung für diejenigen umso größer sein, die nicht aufgrund von zunehmender Finanzbildung sondern als „Erfolgsfans“ der Börse auf den Geschmack gekommen sind.

Börsianer freuen sich über fallende Kurse und stehen Korrekturen durch. In dieser Zeit werden unter Umständen Teile der Liquiditätsreserve für Nachkäufe eingesetzt. Der Bloggerkollege Dominik von Moosparade  zahlt zum Beispiel regelmäßig in eine Krise & Baisse Kasse ein, die im nächsten Bärenmarkt eingesetzt werden soll. Erfolgsfans hingegen kehren der Börse enttäuscht den Rücken und kommen nicht zurück. Das Depot wird mit Verlusten aufgelöst. Das Rezept, um langfristig an der Börse erfolgreich zu sein und diese als spannenden und aufregenden Teil der Vermögensbildung zu erkennen, führt hingegen nur über Finanz- und Weiterbildung.

Ein guter Einstieg: Mein Buch über den Vermögensaufbau mit Aktien

Den Grundstein hierfür kann man mit meinen Buch „Aktien für Anfänger und Fortgeschrittene – Vermögen mit ETF und Einzelaktien aufbauen“ legen. Hierin erkläre ich grundsätzlich und im Einzelnen, wie sich die Investitionen an der Börse von anderen Anlageformen unterscheiden und wie man langfristig an der Börse mit ETF und Einzelaktien erfolgreich ist. Insbesondere die Digitalisierung hat zu der hohen Attraktivität von Geldanlagen in Aktien noch beigetragen: Depotverwaltung und Informationsbeschaffung geht jederzeit, überall, und zu sehr günstigen Gebühren. Aktien sind eine wunderbare passive Anlageform. Über die bisherige positive Resonanz auf das Buch habe ich mich sehr gefreut! Lesen stellt den wichtigsten Bestandteil der aktiven Tätigkeit für den Börsenerfolg dar und ich freue mich über jeden, dem ich mit meinem Buch zu mehr Finanzbildung verhelfen kann. Deswegen ich immer auf der Ausschau nach weiteren vielversprechenden Finanzbüchern. Auch ich lerne weiterhin gerne jeden Tag dazu.

Ein neuer vielversprechender Titel: „Einfach Investieren“ von Till Schwalm (gewinnbringend-investieren.de)

Nun bin ich auf ein neu erschienenes und weiterführendes Werk zum Heiligen Gral der Börse, dem Value Investing, aufmerksam geworden. Zur weiterführenden Lektüre und Weiterbildung in das vermeintliche „Buch mit sieben Siegeln“ des Value Investing kann ich dieses Buch unbedingt empfehlen: „Einfach Investieren: Grundlagen des Value Investing“ von Till Schwalm. Wer darauf abzielt, wertorientiert anzulegen und dabei zu Recht zum Einstieg auf hunderte Seiten Datenanalyse und Zahlen verzichten möchte, dem sei dieses frisch geschriebene und anschauliche Buch nahe gelegt. Was mir an dem Buch sehr gefällt, ist, dass es nicht nur analytisch ist und zahlreiche (einfache) Berechnungsbeispiele liefert (z.Bsp. für den Easy Buffett), sondern auch Einblicke in das Mindset eines Value-Investoren gibt. Wer den Weg des Value-Investing für sich verfolgen möchte, wird auf sehr kondensierten und erfahrenen Rat stoßen.

Ich habe mich auch persönlich darüber freut, zu lesen, dass jemand ähnliche Beobachtungen macht und diese aus einem anderen Blickwinkel zu Papier bringt. Dies gilt etwa für die fundamentale Erkenntnis, dass Anlageentscheidungen immer ganzheitlich sind, also nicht nur aufgrund von Bilanzzahlen und Berechnungen getroffen werden dürfen. Ob wir ein guter oder ein schlechter Investor sind, hängt dabei wesentlich von uns ab. Die Börse ist ein Spiegel dafür, wie gut oder schlecht unsere Entscheidungen im Ganzen sind. Während für mich als Contrarian die Antizyklik und das Sentiment oftmals vordergründig sind, kann mit dem Titel von Till Schwalm viel über die Welt, die Arbeits- und Denkweise des Value-Investing gelernt werden. Im Sinne der Finanzbildung ist es für jeden ein Gewinn, sich dem Lesen von fundierter Börsenliteratur – zu der dieses Buch zweifellos gehört – zu widmen und damit auch noch dann an der Börse erfolgreich zu sein, wenn die vielen von guten Börsenjahren angezogenen Anleger dieser wieder den Rücken gekehrt haben.

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