Exchange-Traded-Funds (ETF)

ETF sind börsengehandelte Fonds, also Körbe mehrerer Aktien, die nicht von einer Investmentgesellschaft herausgegeben werden. Sie werden vielmehr direkt an der Börse gehandelt. Meistens handelt es sich bei ETF um Indexfonds, bei denen die im Fonds enthaltenen Papiere einen Index nachbilden – nur von Indexfonds ist im Folgenden unter dem Begriff ETF die Rede.

Die Indizes der großen Industrieländer haben historisch gesehen langfristig positiv entwickelt. Es ist daher unwahrscheinlich, dass sich die Wirtschaft der größten und stärksten Industrieländer langfristig negativ entwickeln wird. Mit ETF kann man an dieser langfristigen positiven Entwicklung partizipieren, indem anstelle von einzelnen Aktien, bei denen immer die Streuung berücksichtigt werden muss, einfach ein gesamter Index gekauft wird. Wer ETF auf den S&P500, dem US-amerikanischen Index mit den 500 größten Unternehmen, kauft, erhält – verkürzt gesagt – anteilig Aktien von 500 Unternehmen auf einen Schlag.

Der größte Vorteil für Privatanleger ist die Skalierbarkeit, das heißt, es können mit Beträgen von bereits 25 EUR Anteile an ETF erworben werden, die sich prozentual so wie der Index selbst entwickeln. Wird beispielsweise ein ETF-Anteil für 100 Euro gekauft und steigt der S&P500 im Verlauf eines Jahres um 9,5%, so ist der Anteil (ohne Kosten und Steuern) am Ende des Jahres 109,50 Euro wert. Das Investieren in ETF hat große Vorteile bei sehr geringen Nachteilen. Sogar Warren Buffett, der Papst des Stockpicking, empfiehlt – wie bereits erwähnt – Privatanlegern, die zeitlich nicht in der Lage sind, sich mit Einzelaktien eingehend zu befassen, einen ETF auf den S&P500 zu kaufen, indem das monatlich zur Verfügung stehende Geld einfach als Sparrate für den Zukauf von Fondsanteilen investiert wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: man muss sich fast nicht um die passive Anlage kümmern und hat eine langfristig sehr sichere und ertragreiche Geldanlage.

ETF sind dabei besser als die aktiv verwalteten Fonds, weil hierbei viel weniger Gebühren anfallen. Bei klassischen Fonds bezahlen Sie einen Fondsmanager dafür, dass er Aktien, im besten Falle gute Aktien, kauft und verkauft. Nur deutlich unter 10% der Fondsmanager schlagen aber den Markt. Für die Zeit zwischen 1970 und 2001 haben nach der Studie des Ökonomen an der Universität Princeton, Burton Malkiel, sogar nur 2 % der aktiv gemanagten Fonds den Markt geschlagen. Es erscheint daher sinnvoll, auf den Markt selbst zu setzen! Insbesondere für Privatanleger mit wenig Zeit oder Muße für Recherche und Auswahl von Einzelaktien halte ich dies für eine sehr gute Wahl.

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  1. […] Anlagehorizont von 10-30 Jahren anlegt, kann bereits mit Beträgen ab 25 Euro (dies sind bei vielen ETF-Sparplänen die Mindestraten) erstaunliches Vermögen bilden. So können bei einer […]

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