Wie kaum eine andere deutsche Aktie, ist die Deutsche Bank in den letzten Jahren als „Zockerpapier„, so etwa aktiencheck.de im Februar 2016, gescholten worden und hat immer wieder die Nerven von Anlegern auf die Probe gestellt, die auf den Turnaround gesetzt haben. Es war eine große Herausforderung, nicht in das „falling knife“ zu greifen. Die Risiken wurden immer wieder als groß beschrieben, wie etwa die FAZ noch im Februar zusammenfasste, obwohl die Basiswerte eigentlich für gute Laute hätten sorgen sollen – vorausgesetzt, man preist mittelfristig eine Leitzinserhöhung mit ein. Dann kann die Deutsche Bank als das erscheinen, was sie mal war und wieder sein möchte – eine „Bank“. Vieles hängt daran, ob man John Cryan zutraut, den neuen „Tone from the Top“ bis in die operativen Ebenen durchzusetzen und wieder das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Langfristig sieht es dann so schlecht nicht aus. Gegenüber den US-amerikanischen Banken, die sich zum Teil prächtig erholt haben, ist Einiges aufzuholen.  Bei der Bewertung eines Einstiegs sollte bedacht werden, wie die Märkte auf eine Leitzinserhöhung reagieren werden, wenn sie kommt. Am Ende könnte die Deutsche Bank Sicherheit im Depot bieten, wenn Kapital bei eine Leitzinserhöhung aus den Aktienmärkten abfließt. Davon werden vor allem die Bankenwerte profitieren.

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