Der Contrarian meldet sich zurück mit einer [Rezension]: The Option Trader’s Hedge Fund: A Business Framework for Trading Equity and Index Options

Es ist schon wieder eine ganze Weile, her, wie ich gerade sehe, dass ich dazu gekommen bin eine Buchrezension vorzustellen. Dies lag an verschiedenen Gründen, daran, dass ich beruflich sehr eingespannt war und Nachwuchs ins Haus steht, auf den meine Frau und ich uns sehr freuen. Nun hoffe ich, in den kommenden Wochen nach und nach die Rezensionen von den Büchern, die ich im letzten Vierteljahr gelesen habe, hier einstellen zu können.

Des Weiteren, dies als kleines Preview erscheint in meinem Verlag in wenigen Wochen nach mehreren Jahren Arbeit das „Große Buch der finanziellen Freiheit“. Darauf freue ich mich nach all der Arbeit sehr!

Mittlerweile habe ich mich zudem umfassend mit dem Optionshandel beschäftigt und dazu eine regelrechte Bibliothek aufgebaut. Strategisch ist der Optionshandel sehr spannend und ich hoffe, dass die meisten durch die Corona-Downs gebeutelten Depots wieder zurück ins „Grüne“ finden. Ich war selbst zu 75% in Cash, als es losging, da ich bereits seit Januar angesichts der immer höheren Höchststände das Risiko zurückgefahren habe. Darauf bin ich zugegebenermaßen etwas stolz, auch wenn ich mir nicht einbilde, einen solchen Einbruch wie im März vorhergesehen zu haben.

Anlass genug, ein Buch vorzustellen, dass ich allen Optionshändlern wärmstens ans Herz legen möchte. Es hat zwei kleine Haken, dies vorweg: Das Buch „The Option Trader’s Hedge Fund: A Business Framework for Trading Equity and Index Options“ von Mark Chen und Mark Sebastian ist nur auf Englisch erhältlich. Dies ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen, da die bessere Literatur zum Thema Aktienoptionen (fast) ausnahmslos aus den USA kommt. Der zweite kleine Haken ist der Preis, denn dieser beträgt (bei Amazon) ca. 45 EUR. Dies ist auch bei gehobener nichtakademischer Finanzliteratur bei einer Länge von 219 Seiten ein stolzer Preis. 29 EUR hätten es auch getan.

Worum geht es?

Die Autoren beschreiben, wie man einen Hedge Fund mit Optionshandel betreiben kann. Die Prämisse dabei ist, den Optionshandel als Versicherungsgeschäft zu begreifen. Das Buch hat mir auch deshalb so gut gefallen, weil ich dieses Beispiel selbst häufig wähle, um den Optionshandel zu erklären. Ein Optionshändler verkauft mit den Optionen Versicherungen auf Aktienpreise. Dafür erhält ein Optionshändler genau so wie ein Versicherungshändler Prämien. Und es treten beim Versicherungshändler genau wie beim Optionshändler Schadensfälle auf. Beim Versicherer kann es sich z.B. um eine Naturkatastrophe o.Ä. handeln, bei Optionshändlern ist ein „Schadensfall“ dann eingetreten, wenn am Verfallstag die Aktie unter- bzw. oberhalb des Strike liegt.

Was kannst Du aus dem Buch mitnehmen?

Wenn man den Optionshandel als Versicherungshandel begreift, hat man meiner Meinung nach einen sehr guten Zugang zur statistischen Erfassung des Optionshandels. Man muss den Optionshandel als Management von Risiken begreifen, die unweigerlich entstehen. Entscheidend ist, einen statistischen Vorteil zu entwickeln, indem man an Prämien so viel verdient, dass man Schadensfälle wegstecken kann. Wenn der Optionshandel auf diese Weise betrieben wird, ist er ein sehr profitabler und sicherer Nebenerwerb. Das Buch „The Option Trader’s Hedge Fund“ enthält zudem einige nützliche Ausführungen, wie man sein Depot gegen Crashs absichern kann. Es ist insgesamt sicher nicht für Einsteiger geeignet, weil es theoretisches Wissen und Erfahrungswissen voraussetzt. Wer sich aber bereits im Optionshandel auskennt, kann mit dem Buch eine neue Perspektive gewinnen und ein tieferes Verständnis entwickeln.

Persönliche Entwicklung: +

Informationsgehalt: ++

Lesbarkeit: ++

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