Depot

Das Aktiendepot ist die Schaltzentrale des Aktionärs. Das Depot ist zugleich „Konto“ für Aktien und Informationsquelle für Aktien und Finanzprodukte. Heute ist es besonders einfach, ein Online-Depot einzurichten und damit von überall auf der Welt – vorausgesetzt, es besteht Zugang zum Internet – Aktien zu kaufen und zu verkaufen und die jeweilige Wertentwicklung verfolgen zu können. Mit der Zugänglichkeit auch von Unternehmenskennzahlen und -nachrichten im Internet bestehen kaum Hürden, auch am Strand liegend wichtige Entscheidungen über die Eröffnung oder Schließung einer Position zu treffen. Im Depot werden wichtige Informationen gesammelt und ausgewertet. Das Depot selbst nutze ich zwar nicht als Informationsquelle über neue Aktien, die auf meiner Watchlist sind. Das Depot informiert indes durch Auswertungen über die Wertentwicklung und Statistiken. Um wie viel Prozent ist der Depotwert gestiegen oder gefallen? Welche Werte haben sich besonders gut entwickelt? Wie ist die Performance im Vergleich zu Index (z.Bsp. DAX oder DowJones)? Neben dem eigentlichen Depot, dem Sammelkorb für Aktien, stellen die depotführenden Banken ein Verrechnungskonto bereit. Das Verrechnungskonto ist der Topf, aus dem Aktien bezahlt werden und in den Auszahlungen wie Dividenden und Veräußerungserlöse fließen. Die Auswahl des Depots ist aus meiner Sicht bedeutend, da teilweise sehr unterschiedliche Gebühren für Aktienkäufe verlangt werden. Dabei kann man nicht pauschal die Frage beantworten, welches Depot „das Beste“ ist. Dies hängt u.A. davon ab, ob kleine, mittlere oder große Orders abgegeben werden und ob vorrangig ETF oder Einzelaktien gekauft werden, weil hierbei manchmal Sonderkonditionen angeboten werden. Des Weiteren spielt eine Rolle, ob sich ausländische Aktien im Depot befinden. Denn einige Depotanbieter verlangen Gebühren bei der Auszahlung ausländischer Dividenden. Nicht zuletzt bestehen stilistische Unterschiede bei den Nutzeroberflächen des Online-Depots und dessen Bedienbarkeit. Es lohnt sich, hier neben den Kosten auch auf die Übersichtlichkeit zu schauen. Dies kann etwa eine Rolle bei der Auswahl des Börsenplatzes für eine aufzugebende Order, die Darstellung von Gebühren und die Intuitivität der Erstellung von Limit Orders bedeutende Unterschiede machen. Mangels Patentlösung lohnt es sich, selbst Vergleiche anzustellen und Zeit in die Auswahl des Depots zu investieren.

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  1. […] Wahl des Depots hängt u.A. davon ab, ob kleine, mittlere oder große Orders abgegeben werden und ob vorrangig ETF […]

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