In letzter Zeit war im Zusammenhang mit Apple öfters vom Ecosystem Apple, oder eben deutsch: Ökosystem Apple zu lesen. Lange war für mich das iPhone ein gutes Smartphone, aber eben auch nicht mehr. Die Apple-Religion habe ich nie richtig verstanden, sie ist mir auch heute noch suspekt. Und wohin will Warren Buffett mit Apple? Mir ist jetzt, nachdem Apple den Homepod vorgestellt hat, viel klarer geworden, in welche Richtung sich der Konzern entwickeln möchte, weil dadurch die Ähnlichkeiten zu den anderen großen Techgiganten Amazon und Google hervortreten. Denn einen intelligenten Homespeaker gibt es von allen dreien.

Die Vision ist also, dass, sagen wir mal in zehn Jahren, unser Zuhause vernetzt ist und es sich bei den vorgestellten Innovationen eigentlich um Produkte handelt, die wir brauchen sollen, ohne es zu wissen. Denn wenn alles nur einen Knopfdruck weg ist, warum sollte man dann unbedingt per Sprachbefehl steuern wollen? Bisher habe ich einen intelligenten Homespeaker noch nicht vermisst. Interessant wird es aber sicherlich, wenn die Anwendungen nachgerüstet werden und mit weiteren Gadgets vernetzt werden, wie der Apple Watch, die ich jetzt schon spannend finde, vor allem mit den Neuerungen in der Series 3.

Alles in allem erscheinen mir die Innovationen substanziell. Dass alle Großen in die gleiche Richtung gehen, ist deutliches Zeichen für die Überzeugung vom Smart Home. Denn auch wenn es viele Gegenstimmen gibt, werden sich sicherlich großartige Möglichkeiten auftun, wenn die Systeme ausgereift sind. Es mag manchen gruseln, aber Fakt ist: Die Technik wird, oder ist bereits, in vielen Bereichen sensorisch besser ausgestattet als der Mensch. Sich in diesen Bereichen zu unterstützen, muss nicht falsch sein, wenngleich das jeder für sich beantworten muss, in welchem Umfang er solche Dienste in Anspruch nehmen will. Dass z.B. die Apple Watch etwa für Diabetiker erkennen könnte, wenn der Insulinspiegel fällt, dürfte erstmal eine gute Sache sein. Oder dass man beim Fahren erinnert wird, wenn man müde wird, ohne es zu merken.

Die Frage ist, ob man sich irgendwann für eines der Systeme entscheiden muss. Wird der Markt um das Smart Home geteilt oder setzt sich einer der großen klar ab? Amazon hat den Vertrieb von allgemeinem Haushaltsbedarf auf seiner Seite, Apple hat wiederum sehr gut verarbeitete und ausgereifte Produkte und ist mit Apple Music gut aufgestellt. Google ist bei der Datennutzung sehr stark. Es passt zwar nicht zum Contrarian, aber Apple überzeugt mich mehr und mehr.

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