Laura Ashley

Laura Ashley im Orient

Die Aktie von Laura Ashley – dem britischen Bekleidungs-, Möbel- und Dekorationsartikelhändler – ist auf einer Talfahrt. Die Umsätze schmelzen bereits seit längerem dahin, Gewinnwarnung folgte auf Gewinnwarnung insbesondere im Kerngeschäft Bekleidung und Dekoration. Der Onlinehandel ist stabiler, reicht aber nicht, um die Rückgänge im stationären Einzelhandel wett zu machen. Eine Dividende, die lange Jahre zweistellige Renditen erreichte, wird bereits seit einiger Zeit nicht mehr gezahlt. Der Dreijahreschart von Laura Ashley sieht daher entsprechend so aus:

Laura Ashley

Laura Ashley; Quelle: Finanzen.net

Heiß diskutiert wurde im Zusammenhang der Turbulenzen der Kauf der neuen Firmenzentrale in Singapur. Die Immobilie musste bilanziell neu bewertet werden, so dass die Anschaffung von vielen Beobachtern als zu teuer eingeschätzt wurde. Des Weiteren gilt für viele als problematisch, dass Laura Ashley – eine britische Traditionsmarke – in der Hand des 78-jährigen malaysischen Milliardärs Kay Peng Khoo ist, dem nachgesagt wird, das Unternehmen als eine Beteiligung unter vielen zu stiefmütterlich zu behandeln und irgendwann das Interesse zu verlieren. Zuletzt hat das Unternehmen verkündet, wieder stärker in die Lizenzierung einsteigen zu wollen. Hierbei soll die Marke Laura Ashley, das eigentliche Asset, gehoben werden, indem man britische Lebensart erlebbar macht. Zu diesem Zweck sind bereits in England zwei – dem ersten Anschein nach profitable – Hotels an den Start gegangen. Nun soll insbesondere Saudi Arabien und daneben Thailand und Südostasien für weitere Hotels und Teeräume ins Auge gefasst worden sein.

Es bleibt spannend abzuwarten, ob das Konzept aufgeht oder ob die Marke Laura Ashley bereits geschwächt ist. Insbesondere die jüngere Generation wird hiermit nicht mehr britische Lebensart in Verbindung bringen können. Eine Wiederbelebung ist der Marke aber bereits mehrfach gelungen. Es ist daher keineswegs ausgeschlossen, dass mittel- bis eher langfristig die Marke zurückkehrt und im arabischen Raum sowie Südostasien im Luxussegment sehr profitabel wird. Ein Comeback ist bereits in der Vergangenheit mehrfach gelungen, wie der Blick auf den Langzeitchart offenbart:

Laura Ashley

Laura Ashley; Quelle: Finanzen.net

Die für einen Pennystock typischen Risiken sollten aber natürlich nicht außer Acht gelassen werden.

Laura Ashley

Ex-Dividendentraum Laura Ashley nach dem Absturz – Geht das neue Konzept auf?

Die Aktie des britischen Retailers ist ein klassischer Pennystock, der aktuell bei ca. 4 britischen Pence (p) notiert. Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen Bekleidungs-, Möbel- und Dekorationsartikelhändler, der insbesondere im britischen Markt beheimatet ist, zudem aber im US-Amerikanischen Markt und in Asien durch Lizenzierungen präsent ist. Weiterlesen