Bitcoin und andere Kryptos

Sollte man in Bitcoin oder andere Kryptowährungen „investieren“? Zu dieser Frage scheiden sich die Geister, ich bin klar dagegen. Grund ist vornehmlich, dass Bitcoin am ehesten eine Art digitales Gold sind, d.h. sie haben neben ihrer Tauschfunktion keinen inneren Wert. Der Wert von Gold bemisst sich – von industrieller Verwendung einmal abgesehen – vor allem daran, krisensicher zu sein. Nach Gold hat es zu fast allen Menschheitsepochen eine stabile Nachfrage gegeben, vor allem wegen seiner Schönheit und Seltenheit. Mit Bitcoin wird auf ein digitales vom Währungssystem unabhängiges Tauschsystem gesetzt. Etwas mit Bitcoin zu bezahlen, ist indes aus meiner Sicht derzeit eine Spielerei. Die Versprechen, die sich viele von Bitcoin machen, haben nämlich nur so lange Bestand, wie es keine Regulierung gibt. Je wichtiger und wertvoller Bitcoin werden, desto eher wird es parallel zu Einhegung und staatlicher Regulierung kommen. Eine Revolution des unregulierten Zahlungsverkehrs wird dadurch aller Wahrscheinlichkeit nach ausbleiben. Anderes gilt zweifelsohne für die zugrundeliegende Technologie Blockchain, die bereits in vielerlei Hinsicht zur Anwendung gebracht wird oder gebracht werden soll. Hierbei sollte aus meiner Sicht abgewartet werden, welche Unternehmen (z. Bsp. im Bereich Ticketing, Smart Contracts) diese Technologie smart weiterentwickeln, um dann am Ehesten in Beteiligungen an diesen Unternehmen zu investieren. Ich halte es mit Bitcoin daher wie mit Gold: Da es keine Wertschöpfung gibt, sind Bitcoin letztendlich eine Spekulation, die für den langfristigen Vermögensaufbau nicht geeignet ist.

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