ADR (American Depository Receipt)

Bei American Depository Receipt handelt es sich um Zertifikate, die anstelle einer Aktie gehandelt werden – oftmals, weil die Aktie an dem entsprechenen Markt nicht handelbar ist. An der US-Börse sind die Aktien ausländischer Unternehmen aufgrund der aufwändigen Zulassungsverfahren oftmals nicht handelbar. Die Gazprom Aktie wird beispielsweise an der Moskauer Börse gehandelt und ist an den amerikanischen Börsen nicht zugelassen. US-Banken, die den Titel gekauft haben, geben daher Zertifikate, die sogenannten ADR, aus, die den Kurs an der jeweiligen Börse genau abbilden. Auch Dividenden werden „normal“ gezahlt, als wenn Sie die Aktie besäßen. Es handelt sich bei ADR daher vereinfacht gesagt, um Kopien von Aktien für den amerikanischen Markt. Die europäische Version ist das European Depositary Receipt (EDR) und die internationale Variante das Global Depositary Receipt (GDR), die jeweils nach amerikanischem Vorbild entwickelt worden sind. Hiermit werden die Kopien der Aktien auf den jeweiligen Markt gebracht und können dort zu den Preisen der „echten“, ausländischen Aktien gehandelt werden. Des Weiteren wird zwischen Sponsored und Unsponsored ADR unterschieden. Erstere sind solche, deren Emission durch das Unternehmen selbst veranlasst ist. Bei Unsponsored ADR gibt das Kreditinstitut in Eigeninitiative die Zertifikate aus.

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